Schwäbisch, gmüatlich, guat (9./10. Juli 2011)
Es gibt sie noch: die Festbesucher, die eine gemütliche Hocketse mit
Live-Musik und Gelegenheit zu einem Schwätzchen dem Trubel großer Feste
mit Dauerbeschallung vorziehen. Und die sich auch durch ein
Fußballspiel im Fernsehen nicht vom Besuch abhalten lassen. Alles gesehen
beim „Müllergassa-Feschd”.
Aus Keller, Küche und Kühlschrank
Hunger und Durst leiden musste niemand: von Kräuterbraten über
Maultaschen und Fleischküchle reichte das Angebot, ergänzt durch
gebackenen Camembert und Käsebrot.
Nur eines suchte man vergebens: die
übliche Bratwurst. Dafür wurde - getreu dem Festmotto - der
„Müllerburger” angeboten, der sich durchwegs guten Zuspruchs erfreute.
Und auch an Getränken (frisch gezapftes Bier, Wein und Alkoholfreies) herrschte kein Mangel. Abgerundet wurde alles am Sonntagnachmittag noch durch ein in Quantität und Qualität wieder ausgezeichnetes Kuchenbuffet samt obligatorischem Kaffee.
Musik: sehr gut ... Lautstärke: sehr angenehm
„Unplucked” (unverstärkt) war an beiden Tagen die Musik,
manch schwäbischer Besucher würde dazu auch „ooploogd”
sagen, denn die Lautstärke hielt sich an beiden Tagen in angenehmen
Grenzen. Am Samstagabend sorgte ein Teil der „Flößer-Band”
des Musikvereins Beutelsbach für gute Unterhaltung, den musikalischen Frühschoppen
am folgenden Tag bestritt die
1. Offizielle Stimmungskapelle.
Dazwischen gab es immer wieder Akkordeon-Klänge zu hören.
... und plötzlich ein Platzregen
Auch die HOE-Jüngsten waren mit von der Partie (immerhin feiert der
Musikgarten in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen). Gerade als
es rot zu wuseln begann - das HOE Kiddy-Orchester bereitete seinen
Auftritt vor - fielen die ersten Regentropfen, doch es hielt bis zum
Ende des Vortrags. Danach aber war Eile angesagt: ein zunehmend
düster werdender Himmel verhieß nichts Gutes. Musikgartenkinder der Stufe 3
führten Teile aus ihrem Programm vor: das Lied vom Sonnenkäfer und
einen Rap über „Alle meine Entchen". Die letzten Silben wurden schon
von stärkerem Regen begleitet, bevor dann endgültig das Wetter siegte:
Akteure und Eltern suchten Schutz unter Zelt, Pavillon und
Sonnen(?)schirm oder begaben sich - oft mit einem Kuchenpaket in den
Händen - gleich auf den Heimweg.
Bitte einmal Farbe ins Gesicht
Vorgesorgt wurde auch für die Unterhaltung der Kinder, die durch
Kiddy-Orchester, Musikgarten und auch sonst zahlreich anwesend waren:
das Trampolin war reichlich ausgelastet und an einer Vielzahl
geschminkter Gesichter sah man, dass hier fleissig gearbeitet worden
sein musste. Wer wollte, konnte sich auch in die Kunst des „Filzens” einweisen lassen.
Wir danken
- den Mitveranstaltern (Schwäbischer Albverein und CVJM) für ihr Engagement
- allen HOE-Helfern für ihren Einsatz und den reibungslosen Auf- und Abbau
- allen Musikern, die den Aufenthalt für unsere Gäste so angenehm gestalteten
- den zahlreichen Kuchenspendern für ihre köstlichen Kreationen
- Familie Hekeler, die uns ihren Hof zur Verfügung stellte und dafür sorgte, dass wir immer genügend Wasser hatten
- dem Musikverein Endersbach für die Überlassung der Spülmaschine

